Berühmte Gitarristen – Steve Jobs

In den frühen Jahren des Personal Computers war es allgemein üblich, dass kreative Computer Leute auch Gitarre spielten. In der Biography von Steve Jobs wird berichtet dass er ein großer Bob Dylan Fan war und in Arbeitspausen gerne auch Gitarre spielte. Das kann man auch heute noch empfehlen. Der Einfluss von Steve Jobs und Apple auf die Pop Musikszene war gewaltig. Steve Jobs hat als Musiker von Anfang an Wert darauf gelegt, dass seine Personal  Computer auch „Musik machen“ konnten. Lange Zeit hatte Apple ein Quasi Monopol bei den Kreativen in Musik und Kunst. Inzwischen rennen aber auch viele „Dulls“ mit Apple Geräten herum, die sich einen kreativen Anstrich geben wollen.  Auch heute ist innovative Software für Musiker häufig nur auf der Apple Plattform verfügbar. Mit der iTunes Plattform für den Direktvertrieb von Musik hat Steve Jobs eine Möglichkeit für innovative Musiker geschaffen,ihre Stücke auch ohne große Studios zu vertreiben.

Eine gute Lehre von Steve Jobs für viele Gitarristen könnte auch sein, sich auf ein begrenztes Repertoire zu beschränken, das man wirklich gut spielen kann und erst dann das Repertoire zu erweitern.  Steve Jobs Credo “ Das was man macht sollte man gut machen!“ hilft auch auf der Gitarre weiter.

Beispiele:
Song „My New iPAD 2″ begleitet auf der iPAD Gitarre (Autoharp)
Animierte Tabulatur Darstellung für Gitarrenunterricht
Anfänger spielt mit Garage Band auf iPAD
Mit iPhone (linke Hand) und iPad (rechte Hand) Gitarre spielen

PDF Noten mit GoodReader auf iPhone lesen

Noten werden in der Regel heute als PDF Files archiviert und abgelegt.Ärgerlich ist, dass man diese PDF Files nicht ohne weiteres auf dem iPhone lesen kann. Man möchte auch die Files nicht immer wieder umwandelnd. Mit der iApp GoodReader kann man nicht nur Noten als PDF sondern auch viele andere Formate für Bücher und Grafik lesen. Eine Killer App für Musiker.

Kopieren von Noten – selten erlaubt

Die Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes hat ein Merkblatt zum Kopieren von Noten für den persönlichen Gebrauch und öffentlichen Aufführungen herausgegeben. Den meisten Musikern ist bekannt, dass Noten von Komponisten, die schon über 70 Jahre tot sind, kopiert werden und auch öffentlich aufgeführt werden dürfen.  Weniger bekannt ist, dass auch Noten von längst verstorbenen Kmponisten, die innerhalb der letzten 25 Jahre als wissenschaftliche Neuausgabe oder als Erstausgabe eines nachgelassenen Werkes erschienen sind, nicht kopiert werden dürfen.

Besonders ärgerlich ist es, wenn Verlage alte Noten einfach einscannen und mit geringen Änderungen und einem „wissenschaftlichen“ Vorwort als Neuausgabe deklarieren und im Impressum das Kopieren verbieten. Meist kann man sich in solchen Fällen einfach das Original in Internet Archiven besorgen. Manche Archive lassen aber die Suche von Google nicht zu. Man sollte also zuerst nach Archiven im Web suchen und dann nach einzelnen Titeln.

Leider führt diese Regelung und die hohem GEMA Gebühren dazu, dass moderne Musik (oft älter als 100 Jahre) aus wirtschaftlichen Gründen nicht aufgeführt wird.  Die Komponisten und Verlage schaden sich damit wohl selbst.

Tipps für Gitarrenbau – worauf muss man bei einer Gitarre achten

Will man den Geheimnissen der Gitarre näher kommen, kann man dies mit dem Bau einer eigenen Gitarre versuchen. Manche Gitarrenbauer bieten hierfür sogar Kurse an. Für die meisten Gitarristen wird sich der Aufwand wohl nicht lohnen. Trotzdem ist es sehr hilfreich sich mal über den Bau einer Gitarre genauer zu informieren. Bei gitarrenbauen.de gibt es viele nützliche Tipps worauf man bei einer korrekt gebauten Gitarre achten sollte. Damit kann man Schwachstellen (z:b. Sattel, Steg usw) bei Gitarren erkennen und zum Teil selbst korrigieren oder korrigieren lassen. Auf alle Fälle erhöht die Beschäftigung mit dem Bau der Gitarre die Achtung vor den Handwerkern, die gute Gitarren bauen.

Das iPhone als Gitarreneffektgerät u.a.

Auf dem Markt gibt es unzählige Geräte für Effekte und Verstärker für Gitarre. Fast alle modernen Geräte arbeiten heute digital. Im Innern des Gerätes werkelt ein Signalprozessor, der mit Programmen gesteuert wird. Die Benutzerschnittstellen sind meist individuell. Alle Geräte haben unterschiedliche Bedienelemente. Das alles kann man heute vereinfachen, da das iPhone hervorragende Sound Hardware hat und die iPhone Benutzerschnittstellen einfach und einheitlich zu bedienen sind. Mit dem AmpliTube iRig hat man eine komplette Soundanlage für die Gitarre auf dem iPhone (Soundbeispiel).

Gitarre und Verstärker werden mit einem Zwischenstecker an das iPhone angeschlossen. Damit kann man seine Gitarreneffekte bequem in der Hosentasche mitnehmen.

Geiger/Gitarristen in den Hoforchestern der Romantik

Paganini war wohl der bekannteste Geiger, der auch Gitarre spielte. Seine Große Sonate für Gitarre mit Begleitung einer Geige (Romanze) ist auch heute noch ein Prüfstein für moderne Gitarristen. Paganini wurde auf seinen Reisen meist von einem Gitarristen begleitet, der bei den damals üblichen vielen Zwischenstopps Paganini auf seinen Konzerten begleitete. Gute und gut gestimmte Klaviere gab es damals noch eher selten. Auch Carl Maria von Weber spielte Gitarre und hat viel Kammermusik mit Gitarre geschrieben. Moderne Orchester kommen heute in Schwierigkeiten wenn in seiner Oper Donna Diana zwei Gitarren im Duo spielen sollen.  (Bearbeitung für Gitarre Solo  in Japan gespielt )

Die Hofkapelle des Fürsten Conradin von Hohenzollern-Hechingen hätte mit der Besetzung des Donna Diana Duetts kein Probleme gehabt. Drei der Violinisten Anton, Hermann und Michael Lorch spielten zusätzlich auch Gitarre und werden auf der Besoldungsliste von 1830 auch als Gitarristen geführt. Der Cellist Jakob Oswald, ist zwar nicht als Gitarrist aufgeführt. Er spielte aber offensichtlich so gut, dass er in Stuttgart am 31. März 1829 in Stuttgart in Giuliani’s Konzert für Violine und Gitarre auftreten konnte. Auch Franz Schubert und sein Freund Vincenz Schuster (Cello, Gitarre, Arpeggione), für den er die Arpeggione Sonate komponierte, spielten sehr gut Gitarre.

Der Violinist Franz Fiala in der Hofkapelle von Domaueschingen bittet 1812 sogar um eine Gehaltszulage, da er jetzt neben der Violine auch Gitarre spielen könnte. Später Hat Franz Fiala sogar eine Klaviergitarre erfunden. Die Saiten wurden dabei nicht mit den Fingern sondern über eine kleine Klaviermechanik angeschlagen.

Die Gitarre wurde in der Romatik vor allem in der Kammermusik eingesetzt, die am Hof in Hechingen zweimal in der Woche angesetzt war. Man konnte damals ja kein Radio oder einen MP3 Player einschalten. Wenn man Musik wollte musste man sie schon selbst machen.

In der Romantik wurde auf kleineren Gitarren, Italienisches oder Wiener Modell, gespielt, die aber ein sehr großes Klangvolumen hatten und mit der Begeisterung für Alte Musik jetzt auch wieder gespielt werden.

Berühmte, unbekannte Gitarristen: Johann Nepomuk Hummel

Johann Nepomuk Hummel (1778 Pressburg – 1837 Weimar) ist vor allem durch seine Kompositionen für Klavier bekannt geworden. Er war in seiner Zeit einer der besten Klaviervirtuosen und erhielt u.a. Klavieruntericht von Mozart. Weit weniger bekannt ist, dass er auch auf der Gitarre virtuos spielte und mehrere Kompositionen für Ensembles mit Gitarre schrieb.

  • Große Serenaden für Klavier, Gitarre, Violine, Flöte/Cello, Klarinette/Fagott Op. 62,63 und 66
  • Sentinelle für Stimme (Tenor), Klavier, Gitarre, Violine  Op. 71.
    Wurde u.a. am 31.7.1832 im Gewandhaus in Leipzig in der Besetzung Carl Otto(Tenor), Clara Wieck(Klavier), Jan v. Bobrowicz (Gitarre), Friedrich Wilhelm Eichler (Violine) aufgeführt.

Hummel förderte in Wien auch die Laufbahn von Mauro Giuliani und trat mit ihm im Duo Klavier/Gitarre auf. Das Duo Halász (Franz Halász ist Professor für Gitarre in München) hat diese Tradition wieder aufgenommen u.a. mit Hammerklavier. Franz Halász spielt dabei mit einem Nachbau einer Gitarre aus der Zeit, die klanglich auch im Konzertsaal hervorragend mit dem Hammerklavier mithalten kann. Eine CD gibt es mit Stücken von Carulli, Beispiel im Web (Leo Brouwer)

Die Qual der Saitenwahl – Nylon oder Carbon

Auf dem Markt gibt es heute so viel verschiedene Angebote an Saiten, dass die meisten Spieler sich meist auf eine bestimmte Marke und Typ von Saiten beschränken. Allenfalls probiert man einige andere Saiten aus, gibt dann aber schnell auf, da man eigentlich nicht so richtig weiß, worauf man alles achten sollte.

Im Aufsatz von Karl JungerDie heutigen Diskantsaiten der Klassischen Gitarre  ihre Klangfarbe und Spielbarkeit„  findet man  gute physikalische und musikalische Hinweise, wie man speziell die Diskantsaiten der Gitarre beurteilen kann. Damit kann man für sich die „richtigen“ Saiten aussuchen.

Nachdem ich mich eigentlich jahrzehntelang mit zu harten Saiten gequält habe, die schwierig zu spielen sind, spiele ich heute am liebsten mit Saiten möglichst gleichmäßiger mittlerer Spannung (5 kp) und einer Carbon G-Saite. Die h und e Saite sind dabei konventionelle blanke Nylonsaiten. Im Artikel von Karl Junger findet man die rationalen Gründe, warum das eine günstige Kombination ist. Wenn man weiß was man will, kann man die Wunschsaiten zu vernünftigen Preisen von einer Saitenmanufaktur beziehen und das alte Handwerk des Saitenmachers vor dem Aussterben bewahren.

Musiksaiten Dr. Junger

Lenzner Saitenmanufaktur

Mit Android Handy Gitarre spielen – SOLO Virtual Guitar

Luftgitarre spielen ist ja ganz nett – echte Gitarrenfreaks, die stolzer Besitzer eines Android Handies sind, sollten aber mal die  Solo Virtual Guitar App ausprobieren. Die SOLO Lite Version kann man kostenlos herunterladen. Mit dem Touch Panel kann man richtig über die Saiten streichen, kann Akkorde auswählen oder selbst eigene Akkorde definieren. Man kann dann sehr schön z.B. Songs selbst auf dem Handy begleiten. Auch Eric Clapton kann schon SOLO spielen. SOLO ist ein schönes Beispiel wie attraktive Anwendungen in einer offenen Entwicklungsumgebung entstehen.  Den Anstoß gab ein Konzert von John Williams.

Neue Musik für Gitarre von Helmut Lachenmann

Die Komposition von Helmut  Lachenmann   Salut für Cauldwell – Musik für zwei Gitarren von 1977 ist einer der Klassiker der modernen Gitarrenmusik. Leider hört man das Stück äusserst selten. Hier zwei Aufnahmen auf YouTube
Sehr gute Tonaufnahme   (Wilhelm Bruck, Theodor Ross)   Eugenio Becherucci (mit Video)

Ein scönes Beispiel wie man diese Musik unterschiedlich interpretieren kann.

Noten Salut für Cauldwell von Helmut Lachenmann