Bereits vor YouTube war es sinnvoll sein Gitarrenspiel aufzunehmen, um das eigene Spiel zu kontrollieren oder z.B. mit Ensemble Hintergund zu üben (Music minus One). Im PC Zeitalter liegt es nahe, Gitarrenmusik einfach mit dem PC aufzunehmen. Man wird aber schnell feststellen, dass das Laufgeräusch der PC Platte jede leise Gitarrenmusik stört (in den Studios sind die Aufnahmegeräte immer hinter einer schalldichten Wand). Spielt man direkt mit einem Tonabnehmer von der Gitarre z.B. auf einen PC, so wird der Klang in der Regel enttäuschend sein. Arne Thiemann (HdM Stuttgart) gibt einige Tipps für die Aufnahme der klassischen Gitarre. Das klingt aber ziemlich kompliziert und ist wohl für den Hausgebrauch nicht sehr praktikabel.
Nach mehreren Versuchen habe ich mir einen zoom H2 Handy Recorder für 195 € zugelegt. Dieser Recorder hat vier Mikrofone eingebaut! Damit kann man sogar mit Raumklang aufnehmen – so geht’s ! Für die Aufnahme der eigenen Gitarre stellt man das H2 in Griffweite neben dem Notenständer auf und stellt einen Aufnahmewinkel von 90 Grad ein und die Mikrofonempfindlichkiet auf Mittel. Damit erhält man Aufnahmen mit guter Qualität in kleinen Räumen. Spielt man in einem sehr gut klingenden Raum, so kann man mit 3 – 4 m Abstand von der Gitarre bei hoher Mikrofonempfindlichkeit aufnehmen. Für das Aufnehmen von Ensembles sollte man einen Aufnahmewinkel von 120 Grad wählen.
Die Aufnahmen kann man anschliessend z.B. mit dem kostenfreien Audioeditor Audacity bearbeiten und zum Beispiel professionell klingende CDs oder MP3s erstellen. Im Verein kann man das H2 z.B. während der Probe mitlaufen lassen, die interessierenden Stücke ausschneiden und dann zum Üben zu Hause verwenden. Das bietet sich an, wenn Spieler beruflich verhindert oder öfter auf Reisen sind.
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