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iPhone Apps für Gitarristen

Für Musiker ist es zunehmend lästig, mehrere Geräte wie z.B. Stimmgerät, Metronom, Aufnahmegerät usw herumzuschleppen. Mache Geräte bieten Kombinationen von Funktionen an, sind aber meist schwierig zu bedienen. Andererseits möchte man auch nicht immer einen PC herumschleppen. Das iPhone ist da eine wesentlich bessere Alternative. Inzwischen gibt es einige sinnvolle iPhone Apps für < 12 €. Guitarguy empfiehlt die 7 besten Anwendungen für Gitarristen.

Bei professionellen Mehrspuraufnahmen muss immer darauf geachtet werden, dass die Instrumente sauber gestimmt sind. Die beliebte Profi-Stimmsoftware StroboSoft gibt es jetzt auch für den iPod oder das iPhone (iStroboSoft) . Das Gerät kann auch dazu verwendet andere Stimmungen z.B. für alte Musik als die übliche, wohltemperierte Stimmung einzustellen. StroboSoft hat auch einen eingebauten Frequenzanalysator und ein Oszilloskop mit dem man Instrumente speziell beim Bau bewerten kann. Die Software ist mit 129 € auf dem PC aber nicht gerade billig.

Interview mit Sting über Lautenmusik

In einem Artikel in Gitarre & Laute / 2007 / Heft 2, Seite 8 – 15 beschreibt Sting seine Entdeckung der Musik von John Dowland und seine Begegnung mit dem Lautenisten Edin Karamazov bei einer Zirkusaufführung in Hamburg.

Die Ausgaben von Gitarre&Laute von 2007 und 2008 gibt es Online bei   http://www.musicologne.de/ . Hier findet man auch Notenbeispiele zur Geschichte der Gitarre.

Acoustic Guitar Weekends – AWO Böblingen

Auch 2010 gibt´s wieder einige Höhepunkte für die Stahlsaiten-Fraktion. Auf Einladung der AWO werden die kanadischen Künstler Michael Friedman, Don Ross u. Tony McManus jeweils für einen Wochenend-Workshop + ein Konzert in Böblingen sein. Näheres unter: http://www.awo-bb-tue.de (Veranstaltungen). Der nächste Workshop mit Don Ross startet am 30.4.2010 u.a. mit einem Solokonzert.

Danke an alle Konzertbesucher

Das Gitarrenkonzert am 7. März war sehr gut besucht – es kamen diesmal anders als beim Konzert 2009 aber alle Besucher auf Sitzplätzen unter. Für die Spieler des Gitarrenorchesters und die Solisten ist es immer wieder schön in der Kirche auf der Diezenhalde mit der ausgezeichneten Akustik zu spielen. Hier kann man mit der Gitarre auch mal wirklich Piano spielen. Leider gibt es in Böblingen keinen anderen Raum, der nur annähernd so gut für Kammerkonzerte geeignet wäre. Vielen Dank an die Kirchengemeinde.

Das Programm:

  • Pavane pour une Infante Defunte  – Maurice Ravel (Gitarrenorchester)
  • Pavane o. 50 und Sicilienne op 80  – Gabriel Urbain Fauré – (Gitarrenquartett)
  • Sonate a-Moll für Oboe und Basso Continuo – Georg Philipp Telemann (Gitarrenorchester, Solist. Martin Boscheinen, Oboe)

Stuttgarter Gitarrenduo – Julia Hechler, Christian Zielinski

  • Aus “Französische Suite Nr. 5″  – Johann Sebastian Bach
    - Allemande
    - Courante
  • Aus “Die wohltemperierten Gitarren” – Prelude und Fuge in E-Dur – Mario Castelnuovo-Tedesco
  • Sonaten: K. 382, K.263, K. 162 – Domenico Scarlatti
  • Per Suonore a due – Prolog, Scherzo di bravura, Grand pas de deux -Leo Brouwer
  • El amor brujo – Manuel De Falla
    - Introduction
    - El apericido – Danza del Terror
    - El circulo magico
    - Pantomoma
    - Danza ritual del fuego

Die Stücke von Ravel und Fauré sind schöne Beispiele für das Gitarre-Ensemble Spiel und die Beschäftigung des Gitarrenorchesters mit der französischen Musik des frühen 20. Jahrhunderts.

Bei Konzert a-Moll von Telemann wird der Basso Continuo vom Gitarrenorchester mit Oktav- und Bassgitarre ergänzt. Man erhält damit ein Klangbild wie es in der Barockzeit in Italien mit mehreren Zupfinstrumenten (Lauten und Theorben) durchaus üblich war. Da konnte auch unser Gast Oboist Martin Boscheinen glänzen. Leider wurde die Praxis des Basso Continuo mit Zupfinstrumenten (wohl ähnlich wie heute aus Kostengründen) aufgegeben. In den letzten Jahren greift man aber wieder die historische Aufführungspraxis und man kann Opern von Monteverdi oder Händel mit großen Lauten- und Theorben Gruppen hören, die ein wesentlich interessanteres Klangbild als ein Cembalo ergeben.

Das viele Stücke für Cembalo auf der Gitarre gut gespielt besser klingen zeigte das Stuttgarter Gitarrenduo mit den eigenen Bearbeitungen der Scarlatti Sonaten. Allerdings wird es wohl wenige Duos in Deutschland geben, die diese Stücke auf solch hohem musikalischem Niveau spielen können.  Ähnliches gilt auch für die Eigentransktiption von Falla’s El Amor Brujo.

Die Auswahl der Stücke des Stuttgarter Gitarrenduos bot einige angenehme Überraschungen z.B. die schönen Stücke aus “Die wohltemperierten Gitarren” waren eine Entdeckung. Mit viel  musikalischem Geschmack hat das Stuttgarter Gitarrenduo sein Programm ausgewählt und den üblichen Fehler der Gitarristen vermieden, immer wieder die altbekannten Stücke zu spielen.

Mit diesem Konzert verabschiedete sich das Stuttgarter Gitarrenduo für die nächsten 6 Monate aus Böblingen um in Parma zu studieren. Auf die Rückkehr kann man gespannt sein.

Gitarrenkonzert des ZOBB am 7. März 2010

Am Sonntag, dem 7. März um 17 Uhr veranstalten wir in der Vater-Unser-Kirche (Rundkirche) auf der Diezenhalde in Böblingen, deren Akustik besonders gut für Gitarrenmusik geeignet ist,  unser Frühjahrskonzert 2010. Diesmal haben wir wieder Gäste geladen. Im ersten Teil spielen wir u.a. mit Martin Boscheinen (Oboe) als Gast ein Konzert von Telemann – die Gitarren übernehmen dabei die Continuo Begleitung. Den zweiten Teil bestreitet das Stuttgarter Gitarrenduo mit Julia Hechler und Christian Zielinski (unser Dirigent), die auch bei unserem Frühjahrskonzert 2008 mitgewirkt haben.

Saitenrechner für Gitarre, Lauten und andere Saiteninstrumente

Für normale Konzertgitarren mit 64 – 65 cm Mensur (freie Saitenlänge) gibt es ein großes Angebot an Saiten auch in verschiedenen Spannungen (Tension). Möchte man eine Gitarre aber in einer anderen Stimmung spielen z.B. wie eine Renaissance Laute 3 Halbtöne höher (g’,d’,a, f,c, G) oder möchte man Saiten für eine Gitarre oder ein exotisches Saiteninstrument mit einer anderen Mensur auswählen wird es schon schwierger. Dies ist besonders interessant wenn man Saiten für kleinere Kindergitarren auswählen will – die angebotenen Saiten für Kinder sind nicht immer ideal. Auf der Homepage von Hermann Fritz findet man einen leicht zu bedienenden Saitenrechner.  Den Zug kann man in kp eingeben – typisch sind etwa 7 kp für eine mittlere Spannung (Medium Tension) einer Gitarrensaite. Man kann dabei u.a. ausrechnen welchen Durchmesser äquivalente Saiten aus Nylon oder Karbon haben. Die Basssaiten sollte man mit einer Briefwaage wiegen und dann mit dem Saitenrechner das spezifische Gewicht ausrechnen. Die Firma d’Addario gibt für alle Saiten die Werte für den Zug an – damit kann man das spezifische Gewicht des Saitenmaterials dann ausrechnen nachdem man die Dicke der Saite gemessen hat oder aus den Angaben des Herstellers entnimmt. Nylonsaiten haben bei allen Herstellern ein ähnliches spezifisches Gewicht. Man muss dann eigentlich nur die richtige Dicke für die Saite auswählen z.B. mit dem d”Addario Saitenrechner.

Bei neueren Gitarren kommt es nur noch ganz selten vor, dass die Bünde der Gitarre falsch gesetzt sind. Speziell bei billigen Gitarren werden die Griffbretter heutzutage mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen mit großer Präzision hergestellt. Bei alten Gitarren kann es aber schon mal vorkommen, dass die Bünde nicht korrekt gesägt wurden oder dass die Position von Sattel und Steg nicht stimmt. Mit dem Bundrechner von Benjamin Stehr kann man zusätzlich zu den Saitenabmessungen auch die Position der Bünde (Frets) für verschiedene Instrumente aber auch für verschiedene Stimmungen ausrechnen. Bei Renaissance Musik wurde z.B. die wohltemperierte (wurde erst später erfunden) sondern die natürliche Stimmung angewendet, die man aber heute praktisch nur mit einer Laute (mit verschiebbaren Bünden), speziell gestimmten Tasteninstrumenten  oder einem elektronischen Instrument mit einstellbarer Stimmung realisieren kann.

Speziell für romantische Musik kann es interessant sein eine Gitarre mit (teuren) Darmsaiten oder den modernen aber ähnlich klingenden Nylgut Saite der Firma Aquila zu bespannen. Einen Saitenrechner findet man hierfür bei Arto’s New String Calculator.

Selbst wenn die Bünde korrekt gesetzt sind, “stimmt” die Intonation einer Gitarre mit festen Bünden nie (zum Trost fast alle anderen Instrumente stimmen auch nicht!). Allenfalls die Töne der dünnen E-Saite stimmen. Mit zunehmendem Abstand der Saiten vom Griffbrett (hohe Saitenlage) und zunehmender Dicke der Saiten (z.B. G-Saite) werden die Töne zu hoch. Bei E-Gitarren korrigiert man die Stimmung durch einen verstellbaren Steg (und  Sattel), den man bei einem Wechsel des Saitentyps auch neu einstellen sollte. Bei klassischen Gitarren behilft man sich meist mit einer leichten Schrägstellung der Stegeinlage. Komplexe Lösungen wie die feinstimmbare Gitarre mit verstellbaren Bünden von  Walter J. Vogt haben sich nicht durchgesetzt.

“Stimmt” eine Gitarre nicht, kann häufig ein Gitarrenbauer durch Arbeiten an Sattel und Stegeinlage (60 – 80 €) die Intonation verbessern. Das Problem G-Saite lässt sich meist durch Verwendung einer Karbon G-Saite lösen. Sind bei einer nicht allzu teuren Gitarre die tiefen Töne auf der E und A Saite in den höheren Lagen zu hoch (in den niederen Lagen aber in Ordnung), kann man versuchen mit einer Feile die Vorderseite der Stegeinlage etwa 1,5 mm abzufeilen wodurch sich die Saitenlänge erhöht. Meist ist der Steg bei Gitarren nur in die Nut eingelegt und klemmt nur wenig. Bei alten Gitarren ist die Stegeinlage häufig noch mit Knochenleim geleimt. Erwärmt man die Stegeinlage z.B. mit einem Föhn auf 50 bis 60 Grad Celsius (evt. Decke mit Karton abdecken und vor Wärme schützen), dann kann man die Stegeinlage ohne Gewalt problemlos heraus nehmen. Falls das Abfeilen nichts bringt, dreht man die Stegeinlage einfach um und hat dann wieder die ursprünliche Saitenlänge. Vorher sollte man aber prüfen ob die Stegeinlage eine asymmetrische Form hat. Man kann das auch mit einer billigen Stegeinlage ausprobieren, die in in jedem besseren Musikgeschäft, das Gitarren verkauft, gibt. Eine geleimte Stegeinlage sollte man aber unbedingt wieder mit Knochenleim einleimen, dann kann notfalls noch ein Gitarrenbauer rettend eingreifen.

Häufig spielen Solisten ihre Gitarre mit höherer Saitenlage um eine höhere Lautstärke im Konzertsaal zu erreichen. Für viele Amateure ist die Saitenlage aber dann anstrengend. Für meine Meistergitarre hat der Gitarrenbaumeister Frank-Peter Dietrich zwei Stege mit verschiedener Höhe angefertigt. Ich spiele mit dem niedrigeren “Faulenzer” Steg.

Bevor man Korrekturen am Steg vornimmt sollte man aber überprüfen, ob nicht der Sattel der Gitarre die Ursache des Problems ist. Hierfür stimmt man die Gitarre mit gegriffenem Ton auf dem ersten Bund mit einem elektronischen Stimmgerät und prüft dann die Töne auf den höheren Bünden. Stimmen diese, so ist das Anzeichen für ein Problem des Sattels. Das zeigt sich meist dadurch, dass nach dem exakten Stimmen im 1. Bund die Leersaite zu tief ist. Dann muss am Sattel korrigieren z.B. mit der Methode von Konrad Schwingenstein. Eventuell hat die Saite aber auch einen zu hohen Abstand vom Griffbrett. Vorsicht aber beim Nachfeilen der Nut – wegfeilen kann man immer – zufeilen ist schwierig. Ist der Sattel zu niedrig, klirren die Leersaiten bei starkem Anschlag. Kann man den Sattel leicht herausnehmen, dann kann man ein Stückchen konsich verlaufendes Hartholz unter den Sattel klemmen. Hierfür eignen sich besonders gut Klarinettenblätter, die gibt’s im Musikgeschäft.

Berühmte Gitarristen – Hector Berlioz

Hector Berlioz

Hector Berlioz, hatte in seiner Jugend kein Klavier zur Verfügung und lernte die Gitarre als Instrument für die Liedbegleitung schätzen. Aus seiner Jugend ist ein Band mit 35 Liedern mit Gitarrenbegleitung “Recueil de Romances” offensichtlich für einen Schwarm seiner Jugend erhalten. Von Berlioz wird auch berichtet, dass er z.B. in Italien Arien von Gluck sang und auf der Gitarre begleitete und das so gut, dass die Zuhörer zu Tränen gerührt wurden – das war in der Zeit der Romantik durchaus üblich. Originalnoten von Berlioz sind schwer zu finden z..B. leichte   Solostücke (sehr leicht – typische Hausmusik aus der Zeit).  Am bekanntesten ist wohl eine Transkription von Tarrega der “Tanz der Sylphiden”.  Interessant wären auch seine Lieder mit Gitarrenbegleitung. Berlioz hat übrigens nie bedauert, dass er seine musikalische Ausbildung nicht am Klavier erhielt – dadurch sei er ohne die Beschränkung durch die Fingersätze des Klaviers aufgewachsen.

Beispiele: Trio für 2 Flöten und Gitarre , Valse (auf Ecouter un extrait klicken) aus der  Mediatheque de la Cité de la Musique (Paris) gespielt auf einer Gitarre von Renée Lacote (um 1850) mit zwei freien Bordunsaiten. Berlioz (und auch Paganini) spielten auf einer Gitarre von Grobert, Paris. Einen Nachbau fertigt Matthias Wagner, Badenweiler,für 3500 € an. Matthias Wagner liefert auch Spezialsaiten für Lauten und historische Gitarren.

Inzwischen haben viele Gitarristen den Reiz der “historischen” Gitarren  entdeckt. Viele Gitarrenbauer fertigen inzwischen Nachbauten historischer Gitarren an. “In” sind z.B. die Nachbauten von Bernhard Kresse. Franz Halász spielte z.B. im Konzert beim Nürtinger Gitarrenfestival 2010 auf einem Nachbau.  Ich selbst spiele seit zwei Monaten einen Johann Staufer (1829) Nachbau von Frank-Peter Dietrich aus Erlbach. Dabei ist man immer wieder überrascht, wie leicht sich die kleine Gitarre spielen läßt und tragfähig (und auch laut) der Ton ist. Speziell bei Kammermusik, wo die klassische Konzertgitarre oft zu wenig brillant ist und dumpf klingt (z.B. beim Berlioz Trio für 2 Flöten und Gitarre gut zu hören), erhält man ein äusserst interessantes und authentisches Klangbild. Die Staufer Gitarre hat keine Gitarrenmechanik sondern wird mit Wirbeln ähnlich wie ein Cello gestimmt. Hat man sich erst mal daran gewöhnt, geht das Stimmen überraschend schnell und präzise.

Johann Staufer (1829) Nachbau F-P Dietrich, Erlbach 2010

Gitarre Renée Lacote (um 1850)

Frühjahrskonzert des Gitarrenorchesters Böblingen

Das Konzert “Verzauberte Klänge”findet am Sonntag, dem 10. Mai um 19:00 im Gemeindesaal der Martin- Luther-Gemeinde in Böblingen, Schwabstraße 48 (Ecke Achalm Straße) statt. Wir spielen unter Leitung von Christian Zielinski Musik für Gitarrenorchester von zeitgenössischen Komponisten u.a. Oz – ein musikalisches Märchen von Lars Wüller mit der Erzählerin Anneliese Küting. Der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung unserer Vereinsarbeit sind willkommen.

Konzert Programm 10. Mai, 2009

Konzert Programm 10. Mai, 2009

Wegbeschreibung aus dem Raum Stuttgart: Ausfahrt Böblingen Ost der E41 (Bodenseeautobahn) nehmen. Bei der 1. Ampel (BB Thermalbad) nach links Richtungs Schönaich (Panzerkaserne) bei der nächsten Ampel nach rechts  und den Herdweg hinunter. Achtung: Der untere Teil des Herdwegs ist wegen Belagsarbeiten vom 9.5. bis 11.5. gesperrt – gleich die erste Straße (Wilhelm-Ganzhorn) nach rechts nehmen und dann links in die Schwabstraße einbiegen bis zur Martin-Luther-Kirche.

Klassische Gitarre aufnehmen und Üben

Bereits vor YouTube war es sinnvoll sein Gitarrenspiel aufzunehmen, um das eigene Spiel zu kontrollieren oder z.B. mit Ensemble Hintergund zu üben (Music minus One). Im PC Zeitalter liegt es nahe, Gitarrenmusik einfach mit dem PC aufzunehmen. Man wird aber schnell feststellen, dass das Laufgeräusch der PC Platte jede leise Gitarrenmusik stört (in den Studios sind die Aufnahmegeräte immer hinter einer schalldichten Wand).  Spielt man direkt mit einem Tonabnehmer von der Gitarre z.B. auf einen PC, so wird der Klang in der Regel enttäuschend sein. Arne Thiemann (HdM Stuttgart) gibt einige Tipps für die Aufnahme der klassischen Gitarre. Das klingt aber ziemlich kompliziert und ist wohl für den Hausgebrauch nicht sehr praktikabel.

Nach mehreren Versuchen habe ich mir einen zoom H2 Handy Recorder für 195 € zugelegt. Dieser Recorder hat vier Mikrofone eingebaut! Damit kann man sogar mit Raumklang aufnehmen – so geht’s ! Für die Aufnahme der eigenen Gitarre stellt man das H2 in Griffweite neben dem Notenständer auf und stellt einen Aufnahmewinkel von 90 Grad ein und die Mikrofonempfindlichkiet auf Mittel. Damit erhält man Aufnahmen mit guter Qualität in kleinen Räumen. Spielt man in einem sehr gut klingenden Raum, so kann man mit 3 – 4 m Abstand von der Gitarre bei hoher Mikrofonempfindlichkeit aufnehmen. Für das Aufnehmen von Ensembles sollte man einen Aufnahmewinkel von 120 Grad wählen.

Die Aufnahmen kann man anschliessend z.B. mit dem kostenfreien Audioeditor Audacity bearbeiten und zum Beispiel professionell klingende CDs oder MP3s erstellen.  Im Verein kann man das H2 z.B. während der Probe mitlaufen lassen, die interessierenden Stücke ausschneiden und dann zum Üben zu Hause verwenden. Das bietet sich an, wenn Spieler beruflich verhindert oder öfter auf Reisen sind.

Eine bessere Aufnahmequalität erreicht man mit einem guten externen Mikrofon (ich verwende das SONY ECM-MS907 One Point Stereo Mikrofon – inzwischen gibt es aber schon bessere Stereo Mikrofone)) , dass man an den ZOOM H2 anschließen kann.

Will man ein externes Mikrophon direkt am Mikrofon Eingang am PC anschließen, so funktioniert das mit den hochwertigen Mikrofonen nicht. Da die Ausgangsimpedanz der Mikrofone bei etwa 1 kOhm liiegt bekommt man am PC nur ein sehr niedriges Signal mit viel Rauschen. Man kann das Mikrofon über  USB Audio Interface (z.B. Griffin iMic USB Interface)anschließen. Das funktioniert auch bei PCs und MACs, die keinen analogen Mikrofon Eingang haben.

Gitarrist Vadim Koulitskij am 10. Oktober im Alten Amtsgericht

Vadim Koulitskij und Freunde spielen Zigeunermusik, Klassik, Jazz, Oriental und Avantgarde Stile im Theater Altes Amtsgericht in Böblingen am 10. Oktober 2008 um 20 Uhr. Karten für 12 € und 13 € zum Vorbestellen gibt es per eMail boeblingen@t-online.de oder 07031 720661 .